Ich glaube, ich habe mich verirrt. Seit Stunden stromere ich mit Harris durch Duisburg und jetzt finde ich mich in einem der vielen Wohnviertel wieder. Eine schier endlose Reihe von Garagen tut sich vor mir auf. Wenn ich eine von ihnen öffne, was werde ich darin finden? „Wähle!“ Was war das für eine Stimme? Harris? Harris spricht nicht mit mir. „Wähle.“ Moment mal- irgendwie kommen mir der Akzent bekannt vor. „Großes Muli, bist du das?“ „Wer sonst?“ „Ich…“ „Du zweifelst, nicht wahr?“ „Ja, nein, ich zweifle langsam an meinem Verstand. Ich rede doch nicht mit einem Muli, es kann dich doch gar nicht geben. Zeig Dich wenigstens!“ „Pass auf, wähle eines der Tore und wenn es das richtige ist, werden deine Fragen beantwortet werden.“ Eines von hunderten? Das ist ja fast wie in der Lotterie. Nein, auf genau drei Toren erscheinen große glänzende Zahlen, eins, zwei und drei. Sie leuchten und vibrieren wie auf einem Kindergeburtstag. „Aha“, mach ich. „Aber wenn ich das falsche auswähle, was ist dann? Werde ich dann dumm sterben?“ Das große Muli wiehert, kichert. „Wenn DAS nur das Einzige wäre.“ Ich stampfe empört mit dem Fuß auf. „Hey, ich soll mein Schicksal dem Zufall überlassen? Das ist nicht fair.“ „Musst du nicht. Pass auf, zu jedem Tor gibt es ein Rätsel und es gibt einen Joker. Löst du die Rätsel richtig, wird dir deine Entscheidung leichter gemacht.“ „Hm“, mach ich. „Also gut.“ Die Tore leuchten verlockend, ich möchte wirklich wissen, was in ihnen verborgen ist. Ein wenig absurd ist das schon, ich spiele mit dem großen Muli, damit es mir die Frage beantwortet, ob es es wirklich gibt. Harris, hilf mir. Das Muli lacht. Es weiß ganz genau, dass ich keine Bedienungsanleitung für meinen Zauberstab habe. Ich atme einmal tief aus und ein. „Auf. Ich bin bereit. Her mit dem ersten Rätsel.“