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Die wunderbaren Abenteuer einer modernen Heldin
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Möge die Kraft mit Dir sein

admin

Juli 18, 2026

Rübenpower. Wenn der Landwirt wüsste, was für wundervolle Kräfte da auf seinem Feld wirken

Ich wiege Harris wieder in meinen Armen. Höchstpersönlich habe ich ihn aus der Paketstation abgeholt und war für einen kurzen Augenblick entsetzt: Seine dritte Zacke ist abgebrochen. Dann wurde ich ruhiger. Habe ich nicht selbst herumgeschäckert, dass ich nie erfahren werde, wann ich mit Harris vollständig verbunden bin, weil seine dritte Zacke nicht abfallen kann, dann wäre er kaputt? Als seine beiden anderen Zacken sich damals verabschiedet haben, hat meine Freundin mir erzählt, dass Merlin diese Energie in mein Solarplexus hat fließen lassen. Jetzt ist das Wunder geschehen, die Harrisenergie fließt vollständig in mir und mein Zauberstab ist nicht zerstört. Perfekt fügen die Teile sich ineinander und ich verbinde sie mit dem Liebesknoten aus Fatima. Im Urlaub mit Olli und seinem roten VW- Bus treibt der Schelm seinen Schabernack. Die Rübe hat uns während der Fahrt durch Belgien, Frankreich und Deutschland begleitet. Und ich habe ganz viele Sachen gefunden.

Der Rübenkobold in Persona. Seht ihr auch seinen Geist, seine Energie?

Zerbrochen!

Und die Energie fließt ungebrochen

Auf Forschungsreise

Kleine
magische
mysteriöse
und große Fundstücke

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Leider verboten

admin

Juni 8, 2026
Wenn ich da geahnt hätte, wie schnell wir uns wieder trennen müssen…..

Was wäre meine Reise langweilig, wenn ich keinen riesen Wanderstock bei mir hätte. Ich wäre nur täglich auf Wasser, Kaffee- und Zeltplatzsuche, könnte aber alle Verkehrsmittel ganz spontan nutzen, gerade wie es mir in den Kopf kommt. Aber Harris ist bei mir und wir sind unzertrennlich. Nie würde ich ohne ihn laufen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, von Ort zu Ort zu laufen und unsere Energien zu verbreiten. Die Busfahrt von Santiago do Cacem nach Lissabon war unproblematisch. Mit der Bahn nach Entrocamento und von dort nach Badajoz. Und da fingen die Probleme an, mitten in Spanien. Was ich in Spanien wollte? In Portugal fängt jetzt der Sommer an. Temperaturen über dreißig Grad sind eine zu hohe Belastung, um mit meinem Gepäck täglich seine Kilometer zu laufen. Also wäre Frankreich eine Alternative gewesen. Wege gibt es überall. Aber es läuft in Spanien auf den Bahnhöfen anders ab als bei uns. Es warten alle hinter einer Absperrung, bis das Sicherheitspersonal zu den Gleisen und Zügen durchlässt und die Fahrkarten kontrolliert hat. Gleich beim Eintreffen in Badajoz sagte mir eine streng dreinblickende Frau, dass ich mit dem Stock wohl nicht in den nächsten Zug könnte. Es folgten bange Stunden. Sollte ich hier festhängen, im Nirgendwo? Und in der glimmenden Sonne Spaniens? Gott sei Dank haben mich die Kontrolleure dann durchgewunken, aber nur unter Diskussion miteinander. Auf dem Bahnsteig fragte mich dann eine freundliche Schaffnerin, ob es mir gut ginge und ob Harris so etwas wie mein Heiligtum sei. Ja! Sie hat mich extra zu einem Platz im Zug begleitet, wo Harris und ich niemanden schädigen können. Als ob wir das tun würden. Nun waren wir in Madrid. Ich hatte vor, dort einen Tage zu bleiben und dann nach Lyon zu reisen. Alles war vorbereitet, Sachen gepackt und gebucht. In Madrid war ich in Kunstmuseen und im botanischen Garten. Vorsichtshalber hatte ich am Bahnhof schon nachgefragt, ob ich mit Stock reisen dürfte und dort ein unklares Jein bekommen. Das sei zwar verboten, aber es könnte sein, dass ich durchgewunken werde, wenn die Züge nicht voll sind. Vorsichtshalber wollte ich es bei einem anderen Anbieter früher versuchen und stiefelte voll bepackt zum Bahnhof. Mein Rucksack wurde durchleuchtet, das Taschenmesser hatte ich im Bauchgürtel und wäre wahrscheinlich durchgegangen, da tauchte plötzlich ein muskulöser Mann in Uniform hinter mir auf und deutete auf Harris. „Der kommt nicht mit.“ Ich erklärte, dass das nur ein Stock sei und der machte Gesten, dass man mit diesem Stock durchaus Leute verprügeln könnte. Toll. Das geht auch mit einem Koffer oder einer Wasserflasche! Wie es auch sei, wir mussten umdrehen und ich sollte es ja nicht wieder versuchen! Also zum Busbahnhof. Und da passierte genau das gleiche. Die Frau am Schalter sagte mir, dass es mit Harris nicht ginge. Sollte ich also in Madrid festhängen? Als letzte Möglichkeit fiel mir ein, Harris als Paket zu versenden und das natürlich nicht nach Frankreich, sondern nach Deutschland zu Olli. Wir also in den nächsten Baumarkt. Nachdem die verstanden hatten, was ich wollte, half mir ein sehr netter Mitarbeiter, der sich freute, sein Englisch anwenden zu können, dabei Harris einzutüten. Der nächste Paketshop war unser. “ Das Paket entspricht nicht den Standartgrößen, das geht nicht“, hieß es da. Ihr könnt euch meine Verzweiflung vorstellen. Zurück ins Hotel. Die Frau an der Rezeption hat lange für mich herumtelefoniert und ich durfte meinen Rucksack dort lassen. Aber in dem von ihr herausgesuchten Paketdienst war genau das gleiche Problem. Übergröße! Wenigstens lenkte sie mich zur richtigen Stelle. Im Tamarillo Versanddienst nahm man sich meiner an und per DHLfreight ist Harris jetzt endlich auf dem Weg nach Deutschland. Bangen tue ich immer noch. Es hätte sein können, dass er nicht durch den Zoll kommt. Ungeziefer im Holz und ähnliches. Aber die Hürde ist geschafft, im Moment ist er irgendwo im Laster auf einer Autobahn und soll Dienstag ankommen. Was für ein Drama! Wenn er hier ist, haben wir viel zu arbeiten. Ich schmiede wilde Pläne, stecke voller Ideen und möchte Harris auch in Deutschland schwingen. Meine Reise geht weiter, das Abenteuer fängt gerade erst an. Kaum bin ich bei Olli, verlaufe ich mich fast in seiner Garage: Ich wollte nachts auf die Toilette, bin aufgestanden und war plötzlich in einem ganz anderen Raum – weiter und heller, wie ein Palast. Nur durch Konzentration gelang es mir, wieder in Ollis Räumen zu stehen. Da sieht man wieder, unsere Möglichkeiten zu reisen, sind grenzenlos.

Im Baumarkt

Mit diesem Kätzchen habe ich lange gequatscht. Wie gerne hätte ich das kranke Ding einfach mitgenommen.

Eindrücke aus Lissabon
Im Ozenarium

Im botanischen Garten Madrid

Im Museo Reina Sofia

Dieses Kunstwerk ist irgendwann einfach verschwunden und dann wieder aufgetaucht. Hexerei? Kreative Spinnerei oder Wirklichkeit? Solche Fragen begleiten mich auf meiner gesamten Reise!

Lest selbst!

Eh ich es vergesse: Diesen Tip habe ich von einem Nepalesen in Lissabon bekommen. Ich sehe so friedvoll aus, dass ich unbedingt Moiji besuchen muss. Er wohnt irgendwo in den Bergen Portugals. Vielleicht. Warum nicht?

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Die liebe Sonne

admin

Mai 22, 2026
Am Straßenrand gefunden

Hurra, hurra, der Sommertag ist da. Und es ist gleich so was von heiß. Das bringt mich Norddeutschen mit meinem schweren Gepäck ganz schön an meine Grenzen. Immerhin habe ich es noch von Santiago do Cacem zum Badoca Safari Park und dann nach Vila Nova de Santo Andre geschafft, mit einer Übernachtung im Zelt inklusive. Ich konnte nicht anders – ich musste unbedingt noch einmal an das Meer. Das hat sich auf alle Fälle gelohnt, nicht nur die lieben Tiere im Safaripark, sondern auch der einsame Sandstrand. Leider habe ich mir dabei wohl einen Sonnenstich geholt. Die totale Erschöpfung und Übelkeit. Und wieder bin ich nur auf hilfsbereite Menschen gestoßen: Mein Pensionswirt hat mich mit samt Harris zur nächsten Unterkunft gefahren. Hier sammle ich Kräfte, neue Pläne und anderlei Schabernack.

Weil ich herumgeschäckert habe, dass ich aufbreche zu meiner großen Reise, sobald ich eine Pfauenfeder finde, und mir dann gleich ein ganzes Pärchen über den Weg gelaufen ist, bin ich losgezogen

Was bedeutet es, wenn ich jetzt mit Pfauen Maiswaffeln teile?



Im Tierpark
Ist allen
heiß

Der lachende Hans verspeist noch schnell sein Frühstück- ein ganzes, totes Kücken.

Der Wegesrand hält wieder Überraschungen bereit- hier meine Traumvilla

In meiner Unterkunft in Vila Nova do Santo Andre. Wundert’s, dass die Menschen so herzlich sind?

Das Meer
Ein Sackträger. Dieses Tierchen schleppt sein Leben lang den selbstgebauten Sack als Schutz mit sich herum. Hab ihn auf dem heißen Sandweg nur entdeckt, weil er sich gegen die Windrichtung bewegt hat.

Muss ich euch noch zeigen: Ein Laden in Santiago do Cacem. Leider geschlossen.

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What are you thinking about?

admin

Mai 17, 2026
Egal, was ich mache, egal über was ich nachdenken: Ich bin nie allein. Hier hat sich eine Taube zu mir und Harris gesellt.

„Über was denkst du nach? Du sitzt da und schaust umher, schreibst zwischendurch etwas auf. Deine Augen sind überall.“ Darauf wurde ich in einem Cafè hier in Santiago do Cacem angesprochen. Ich wurde kalten Fußes beim Trödeln, auf Englisch „dawdle“ und „enrolar“ in Portugal erwischt. Nun, das ist nun einmal die beste Art, um zu reisen. Ich bin nicht mehr auf der Flucht, ich renne nicht mehr vor mir selbst weg, ich stelle mich meinen Gedanken und Gefühlen. Und wenn an einem Tag das Glück durch meine Adern rauscht und mir an einem anderen die Tränen aus den Augen kullern vor Weltschmerz, Hilflosigkeit und Einsamkeit, dann ist das so. Meine Reise ist ein Akt der Buße und einer der Selbstfindung. In mir brodelt so viel. Eines Tages werde ich zurückkehren und nicht mehr schweigen. Ja – ich habe gesündigt, aber wer hat das nicht? Ich bereue nicht, dass ich meiner Liebe gefolgt bin und meiner Leidenschaft, ich bereue nur, dass ich nicht richtig reagiert habe. Ich lerne mehr und mehr, auf mein eigenes Herz zu hören. Es ist gut möglich, dass sich einige Menschen deshalb abwenden, aber ich bin überzeugt davon, dass viele genau das schätzen werden. Ich bin so dankbar über die Menschen, die mich begleiten und sei es nur in Gedanken. Aber was ist mit denen, die mich verurteilen? Ich vermisse meine Kinder und weiß, dass das, was jetzt passiert, längst nicht mehr richtig ist. Für niemanden. Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich ganz viel bewegen kann, je freier ich werde, je mehr ich bei mir selbst ankomme und meinen verrückten Wanderstock stolz schwinge als Akt des Widerstandes gegen all die Begrenzungen, die uns auferlegt werden, durch gegenseitige Intoleranz, festgefahrene Gewohnheiten und das, was andere das System nennen, uns aber nur weiter und weiter von unserem eigentlichen Sein fortführt. Ich sehe Menschen und fühle mit ihnen und eines Tages werde ich nicht mehr schweigen. Meine Welt mag euch allen unwirklich erscheinen, aber sie ist absolut frei und genial. Harris führt mich tiefer und tiefer hinein und an manchen Tagen kann ich nur mit offenem Mund dasitzen und staunen. Gerne führe ich auch euch hindurch – irgendwann. So weit bin ich schon wieder gelaufen. Am Wegesrand und auf den Wiesen blühen gelbe, blaue und rote Blumen. Der Kuckuck ruft. Störche sitzen auf ihren Nestern und kreisen hoch in den Lüften auf der Suche nach Nahrung. Es ist die Zeit der Störche und des Neuanfangs. Mein Weg ging über Grandola nach Santiago de Cacem. Nachts im Zelt ist es jetzt angenehm warm. Ich wurde von Wildscheinen besucht und dachte in der Dunkelheit, dort hätte ein Bär gegrunzt. Auf dem Marktplatz in Grandola hat eine Taube sich abgelegt und den Zebrastreifen und mich beobachtet. Ein lustiges Ding. Bestimmt studiert sie das Verhalten der Menschen. Bei einem Hund an einer kurzen Kette musste ich an einen Hund in Deutschland denken. Die Besitzerin hat ihn an der extrem kurzen Leine geführt und er durfte gar nichts, nicht einmal schnuppern, am liebsten keinen Laut von sich geben. So ein verängstigt Tier! Das passiert, wenn Menschen Macht ausüben wollen. Wenn es anders nicht geht, lassen sie es an den Tieren aus. Wenn mir so etwas noch einmal begegnen sollte, werde ich auch da nicht mehr schweigen. Die Chance, etwas zu ändern, einzugreifen, kommt nur einmal. Ein anderer Hund hier in Santiago de Cacem hat Harris angebellt. Es war bestimmt so einer, der als Kampfhund bezeichnet wird, weil er auch einen Maulkorb tragen musste. Die Besitzerin hat ihn aber ganz ruhig an Harris herangeführt. „Ja, schau, ein Stock!“ Das Tier ließ sich von mir streicheln und das Mädel hat sich total gefreut, als ich ihren Hund gelobt habe. Da stimmt die Beziehung. Nur wegen dem Urteil anderer, die das Wesen des Hundes nicht mal kennen, muss er den Maulkorb tragen. So sind meine Gedanken, kreuz und quer. Wie meine Reise, kreuz und quer.

Grandola
Wow. Da liebt jemand die Kunst und seine Tiere.
Entdeckt ihr die Wildschweine? Sogar Frischlinge sind in der Rotte von bestimmt fünfzehn Tieren.
Alles blüht.

Und da ist ein Bär! Wundern tut mich nichts mehr. Die einen sagen, es ist meine Fantasie, die anderen nennen es Magie.
Ein liebevoll eingerichteter Rastplatz mitten in der Wildnis
Santiago do Cacem

Wenn die Dimensionen sich mit den Elementen und dem Leben verschränken, dann beginnt die tobende und atemberaubende Wirklichkeit. Das ist das wahre Abenteuer.

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On the road again

admin

Mai 9, 2026
Dieser Mond sorgte für eine schlaflose Nacht mit viel Zeit für bunte Gedanken

Portugal hat mich wieder! Mein Rucksack ist um ein Herzchen aus Leder schwerer geworden, meine Gedanken leichter bei dem Gefühl, dem entgegenzulaufen, was meine Bestimmung ist und dabei Unterstützung zu bekommen. Von lieben Menschen und unsichtbaren Kräften. Harris hat brav in der Unterkunft in Vendas Novas auf mich gewartet. Wild tauschen wir unsere Energien aus – Liebe, Schöpferkraft und Magie. Diesen Funken will ich gerne und mit offenem Herzen an andere – ob Mensch, ob Wesen – weitergeben. Dafür wandere ich auf der Welt umher. Leider musste ich feststellen, wie hilflos ich trotz allem bin. Die Schildkröte ist tot. Ich habe ihren leeren Panzer am Fluss gefunden. Hätte ich anders reagieren müssen, als wir uns begegnet sind? Wie war ihr Schicksal? Wurde sie von wilden Tieren angegriffen, hat sie sich krank und hilflos mit letzter Kraft zum Fluss geschleppt? Ich werde das nie erfahren, sie aber nie vergessen. Den Border Collie Welpen geht es dafür umso prächtiger. Sie sind richtig groß geworden in den vergangenen Wochen und hätten zu gerne mit mir gespielt. Die Mama hat ihre Streicheleinheiten bekommen und der Besitzer hat mir noch einen Kaffee gekocht. Ich hätte auch eine Welpe mitnehmen können, aber wie soll das gehen, wenn ich selbst noch nicht einmal weiß, wo ich hingehöre. Wenn mich jemand auf meinen Touren beobachten und dem lauschen würde, was ich vor mir hin murmle, würde er mich bestimmt für verrückt erklären. Aber das macht mir nichts mehr aus. In Lissabon war ein dünner Mann mit Mütze, Jeans und Turnschuhen und hat allen PKW s auf dem Platz entgegengepfiffen und gewunken. Er wollte ihnen ihren Parkplatz zuweisen. Mit einem Mann im Porsche ist er noch um das Auto herumgelaufen und hat gefachsimpelt. Nun, ich möchte Wetten, dass dieser Mann in seiner Welt und mit seiner großen Aufgabe glücklicher ist, als so manch anderer. Wir sind nie an das gebunden, was andere von uns denken. Jeder darf sich seine eigene Welt bauen, nur nicht auf Kosten anderer. Das ist Freiheit. Und mein bester Freund ist nun einmal ein Stock und ich bin stolz darauf. In einem Cafè lief Taylor Swifts “ Opalite“ im Fernsehen. Dabei geht es um eine Frau, die einen Felsbrocken als Freund hat, und um einen Mann mit einem Kaktus. Diese Menschen werden von niemanden verstanden und gebeten, die Restaurants und Bars mit ihren Freunden zu verlassen. Am Ende kommen die Frau und der Mann zusammen und sie verleugnen ihre ehemaligen Gesellen. Nun – noch werde ich mit Harris überall willkommen geheißen, aber ich schwöre, das bleibt auch dann so, wenn sich das ändern sollte. Ich stehe zu meinem Anderssein. Ich bin auch ganz ruhig geblieben, als auf dem Weg in die nächste große Stadt von Vendas Novas aus, das sind über vierzig Kilometer und dafür brauche ich schon ein paar Übernachtungen draußen, ein Polizeiauto mit Blaulicht ganz langsam an meinem Schlafplatz direkt unterhalb der Straße vorbeigefahren ist. Geschützt hat mich nur das hohe Gras und der Abhang. Mein Zelt hatte ich Gott sei Dank noch nicht aufgebaut. Und dann ist eine ganze Horde fröhlicher Pilgerer auf dem Weg nach Fatima an mir vorbeimarschiert! Deshalb der Polizeischutz! Sie haben mir zugewinkt und ich konnte ihnen „Bon Camino“ wünschen. Zu lustig. Erwischt mitten im schönsten Trödeln und Schreiben, eingequetscht zwischen Straße und dem Maschendrahtzaun einer Schafsweide. Nun bin ich in Alcacer do Sal, einer Stadt mit einer wilden Geschichte. Wegen des Salzes und der guten Lage am Fluss, waren nicht nur die Römern, sondern auch die Muslime hier. Der Museumswärter wusste mich nicht zuzuordnen. Wegen meinem komischen Gemurmel, durchmischt mit ein paar Brocken Portugisisch, meinte er, ich wäre vielleicht Portugiesin. Meine Aussprache sei akzentfrei. Und das mir, die so schlecht fremde Sprachen lernt. So was ist mir noch nie passiert. Und ach ja, ich darf nicht vergessen, von Henry zu erzählen. Henry habe ich in Casabres schon von Weitem aus einem kleinen Cafè lachen hören. Um zehn Uhr morgens gönnt er sich da seinen Rotwein und unterhält auch die Hundedame Maria seines Trinkgenossen Markus bestens. Henry hat eine Ex- Freundin in Brasilien, die er unbedingt wiedersehen möchte, und lachte sich über meinen schweren Rucksack und Harris scheckig. Über mein Sternzeichen hat er mein Alter herausgefunden und mich für jünger befunden. Mit Maria habe ich meinen Kekskringel geteilt. Aber die Feinschmeckerin nimmt den nur vorsichtig zwischen die Zähne, um ihn draußen auf dem Gehweg abzulegen. Bon Appetit an den nächsten freilaufenden Hund. Oder Katze? Beijinhos e Abracinhos, Küsschen und Umarmung, darauf bestand Henry zum Abschied. Meine Reise geht weiter, eine Mischung aus höchster Anstrengung, reiner Natur und Trödeln in der nächsten großen Stadt. Mit jedem Schritt öffne ich mich weiter für die große Welt. Willkommen!

Meine Begleiter: Peace and Heart

Erkennt ihr, was das ist?

Portugal hat mich wieder
Wild
Stachelig
Und mysteriös

Mein skurriler Schlafplatz
Zwischen Straße und Weide

Alcacer do sal

Im Castel
Fundstücke
Überbleibsel aus einer faszinierenden Zeit
Neben schönsten Blumenwiesen
Wie liebevoll bepflanzt!

Gehört nicht hierher? Nach Schönebeck? Aber seht euch doch diese Form an, so untypisch, anders, magisch!

Da hat das Huhn während des Legens Salto und Purzelbäume getanzt, anders kann ich mir das nicht erklären. Welche Freude, welcher Stolz, welches Gegacker als das Huhn dieses Prachtstück das erste Mal gesehen hat.

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Zwischendurch

admin

April 14, 2026
Meine magische Welt

Ich bin schon lange lange wieder in Schönebeck an der Elbe. Und wieder ist es nur ein Zwischenstopp. In wenigen Wochen werde ich wieder aufbrechen. Harris wartet auf mich in Vendas Novas bei dem Künstler. Im Moment bin und besuche ich all die Menschen, die mir in Deutschland wichtig sind. Die Zeit in Portugal habe ich noch in vollen Zügen genossen und auch wieder draußen geschlafen. Ich liebe die Freundlichkeit der Portugiesen: Ein Mann hat mir nicht nur gezeigt, wo ich Wasser bekomme, sondern gleich einen riesigen Laib Brot geschenkt. Seine Border Collie Dame hat gerade Junge bekommen. So eine entspannte Mutter ist mir noch nie begegnet. Ganz gechilt ist sie zwischen ihren Welpen und ihren anderen Schützlingen, Schafen und Kühen, hin und hergelaufen.

Begegnung am Flusslauf.

Harris in der Ecke, zwischen ganz vielen Lichtern

Border Collie Babys

Der botanische Garten in Lissabon
Entdeckt in einem Buchladen. Sensor Muli
Sandkünstler am Meer in Lissabon
Harris Gefährte
Im Naturkundemuseum
Forschung

Der Steinkreis bei Helmstedt in Deutschland

Ein kleiner Außerirdischer im Steinkreis
Ostern in der Natur

Der Zauber ist überall

Sag ich es doch!

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Wildes Portugal

admin

März 20, 2026

Ich habe Luchse gesehen – es ist phänomenal, was für einen Frieden, eine Eleganz und gleichzeitig Verspieltheit diese Tiere ausstrahlen. Sie waren weit von mir entfernt und doch habe ich das gespürt. Kennt ihr Cap und Capper? Die Szenen, wo der junge Fuchs und Hund spielen, oder wo der Fuchs am Ende seiner Füchsen begegnet? So ein Märchen hat sich direkt vor meiner Nase abgespielt. Das ist die Belohnung für die immer noch kalten Nächte im Zelt. Jeder nächtlicher Toilettengang geschah unter sternenverhangenem Himmel. Ich bin jetzt in Vendas Novas angekommen. Meine Wanderung ging über breite Sandwege an Hängen mit Korkeichen vorbei. Meine Sorge um Wasser hat sich mal wieder als unnötig erwiesen. Ein Mann auf einem Quad, der mit Hilfe seiner Hunde ein Schaf mit seinem Baby auf die heimatlichen Wiese bringen wollte, hat gefragt, ob ich etwas brauche. In der Zeit, wo er zu seinem Haus gedüst ist, konnte ich die Tiere beobachten. Der Hund hat seinen Job sehr ernst genommen, aber respektvoll Abstand zu der Mama gehalten, notfalls hätte sie ihr Lamm mit den Vorderfüssen verteidigt. In Vendas Novas habe ich mich von den Bildern des Herbergsvaters überwältigen lassen. Er malt Bäume, Steine und Landschaften. In seinen Bildern sieht man die Wesen in den Bäumen. „Es ist, als wenn ich im Kino sitzen würde.“ Ja, das kenne ich nur zu gut. Wundervolle Natur! Er hat eine Klasse für Kunstschüler und ein richtiges Atelier und am gleichen Tag im Mai Geburtstag wie ich. Das Haus seines Freundes steht am Fluss und als das Wasser über die Ufer getreten ist, hatte er es meterhoch im Haus. Aber statt die Nerven zu verlieren hat der Freund sich darüber kaputtgelacht, dass seine Blumen in das Badezimmer geschwommen sind. Im Supermarkt hier durfte Harris nicht im Einkaufswagen mitfahren. Der Sicherheitsmann hat protestiert und ich musste Harris unter seiner Bewachung lassen. Ich fand das lustig und habe dem Mann gleich noch meinen schweren Rucksack hingestellt. Und weil das Papiergeschäft nicht mit im Supermarkt ist und ich dort auch noch ganz dringend hin musste, fand der Gute sich bald umgeben von Harris, Rucksack und Einkaufswagen. Der fragt nie wieder eine Frau mit Stock, ob sie ihren Knüppel bei ihm lassen kann.

Hier wohnen die Luchse

Die stolze, erleichterte und erschöpfte Mama

Wow!!!

So könnte meine Villa Kunterbunt aussehen. Für einen Esel ist allemal Platz auf der Terrasse

Reisen durch die Galaxie – vor einer Bar in Vendas Novas

In diesem Laden findet jeder etwas

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Pläneschmieden

admin

März 12, 2026
So stelle ich mir das vor, mit Hoppsassa durch jeden Sturm. Brief und Paket bitte per Luftpost!

Kaum komme ich ein wenig zur Ruhe, kommen mir die besten Ideen. Ich habe hier mein Traummuli gefunden. Ein feines Kerlchen mit weißem Fleck auf dem Po. Wie schön wäre es, mit ihm durch die Gegend zu ziehen, mein Häuschen im Gepäck. Und weil das Wohl der Tiere vor allem steht, hat das Tierchen selbstverständlich einen Pool auf dem Hausdach und für Regentage gibt es einen ausführbaren Unterstand. Fülle ich den Pool mit Helium, ist das schwebende Gefährt nicht einmal schwer zu ziehen.

Das ist es.

Morgentlicher Spaziergang in das nächste Café

Freude am Wegesrand
Pinienzapfen
Verwoben Muster

Die blaue Blume – mit Besucherin. “ Schläft ein Lied in allen Dingen, die das Träumen fort und fort. Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.“ Joseph von Eichendorff. Die blaue Blume ist ein Motiv bei ihm und Novalis. Sie steht für Liebe und Erkenntnis

Harris redet übrigens wieder mit mir und es ist wundervoll. Ich weiß auf einmal, dass ich genau der Freigeist sein darf, der ich immer gewesen bin. Ich weiß, dass ich vom pulsierenden Leben umgeben bin. Ich höre die Dinge reden. Sie sprechen mit mir. Ich weiß, dass ich ganz vertrauen und mich der Liebe zum Leben hingeben darf. Ich werde geführt. Wenn ich etwas suche, oder ein Geheimnis lüften möchte, muss ich nur vertrauen. Ich bin der Detektiv und Forscher, der im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumgeführt wird. Mir werden Dinge und Orte gezeigt, ich werde die richtigen Menschen treffen. Ich bin jetzt schon ein Teil der verrückten Welt, wurde mit Harris herzlich willkommen geheißen, jener Welt, die die eigentliche ist, jenseits und unabhängig von Raum und Zeit und Kausalität. Ich darf spielen und verrückt sein. Es ist sogar wichtig. Die Menschen schaffen sich ihre Welten und haben soviel Böses in die Welt gesetzt. Wenn wir wieder an die Liebe und das Lichte glauben, werden die lichten Wesen um uns herum wie von selbst sicht- und spürbar. Schreibt gute Geschichten und wundervolle Märchen! So ist auch Pippi Langstrumpf Realität, ihre Energie schlummert in dieser Welt. Ich bin hier, um die Welt spielerisch und mit Gelächter zu entdecken. Die ewige Reisende, die, die ich immer gewesen bin. Weltenwanderer in Verbindung zur Magie und Alchemie. In Liebe und Verbundenheit öffnet sich das Tor, lässt das Zauberwort alles singen und erklingen. Wenn ich das, was ich in mir spüre, weitergebe, werde ich ganz viel bewirken. Menschen werden anfangen, ihre eigenen Märchen zu leben und die Welt wird sich verändern. Alles ist möglich.

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Querfeldein

admin

März 10, 2026
Das Friedenszeichen und die lieben Worte meiner Gastgeberin in Samora Correia begleiten mich nun auf meinem Weg

Die Tage gleiten nur so dahin. Ich genieße die portugisische Sonne und das Vogelgezwitscher, sogar einen Kuckuck habe ich schon gehört. Und an einem See ist ein Eisvogel vor mir davongeflogen. Die Felder sind weiß von Kamilenblüten. Endlich ist der Frühling da. Und ich habe Stiere gesehen. In einer sehr stürmischen Nacht hat es hinter meinem Zelt gemuht. Oh, eine Kuh, dachte ich. Die Überraschung war groß, als ich dann am nächsten Morgen einen prächtigen schwarzen Stier auf seiner Weide begrüßen durfte. Ein anderer Stier hat mir wenig später den Weg gewiesen. Manchmal ist der Jakobsweg sehr schwer zu finden und diesmal ging er mitten über Wiesen und Weiden. Der Stier hat mir gezeigt, dass man sehr wohl durch einen über seine Ufer getretenen Fluss waten kann. Ohne ihn hätte ich das nicht gewagt. Aber es war schon ein mulmiges Gefühl, einem jungen Stier gegenüber zu stehen. Ohnehin gab es in diesen Tagen viele Hindernisse. Einmal musste ich ganz einen anderen Weg suchen, weil der richtige schlichtweg weggebrochen war, ein andermal flog mein schwerer Rucksack erst über den Zaun, dann Harris und ich hinterher. Und Harris hat mir wieder gezeigt, wie richtig es war, dass er mich begleitet: Adriana in Samora Correia hat seine Energien sofort verstanden. Wo ich jetzt bin? Irgendwo bei Fazendas das Figureias. Ich mache hier für ein paar Tage Rast und versuche, mich zu sortieren. Meine Gastgeber hier sind halb afrikanisch. Wenn ich mal nicht weiter weiß, könnte ich in Afrika den Menschen das Gärtnern und etwas über die Natur beibringen. Meint das Ehepaar! Sie näht wundervolle Handtaschen, Kleider und Shirts in den strahlensten Farben.

Da hinten steht mein Wegweiser

So viele Vögel wie an dem Tag, als es an matschigen Feldern vorbeibringen, habe ich noch nie gesehen. Enten, Ibis, Gänse, Reiher und Störche
Fundstück

Und plötzlich ist da kein Weg mehr

Der Zaun
Da war mal eine Brücke

Farbenfroher
Anmutiger
Frühling

Meine Kleckereien

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Per Anhalter durch die Galaxie

admin

März 2, 2026
Manchmal überholen wir – die Ponte Rainha Dona Amelia ist für Autos einspurig

Manchmal werden Harris und ich mitgenommen. Ich lege es nicht darauf an und doch passiert es in letzter Zeit ständig, dass ein PKW neben mir hält und mich der Fahrer fragt, ob ich ein Stück mitgenommen werden möchte. Ich muss dann immer an den Anhalter aus meiner Kindheit in der kleinen und karierten Stadt denken, wo ich aufgewachsen bin. „Glotz nicht so, wenn du groß bist, machst du das auch,“ meinte er zu mir. Ich musste wirklich richtig groß werden, um das zu tun. Bedenken habe ich in Portugal überhaupt nicht. Nachdem ich Santarem hinter mir gelassen hatte, ging es am Tajo entlang und an einem Nebenfluss. Ein Weinbauer hat mich rechtzeitig gewarnt und an der richtigen und nicht überschwemmten Stelle abgesetzt. Heute hat eine Frau extra wegen mir gewendet und mich nach Salvaterra de Magos gebracht. Meine Rettung, sonst hätte ich noch mindestens eine halbe Stunde ohne Koffein im Blut an der Straße entlanglaufen müssen. Der Sohn der Fahrerin ist neunzehn, aber wenn der mal aus dem Haus ist, dann will sie auch auf Wanderschaft gehen. Sie würde das auch schon jetzt, aber hier in Portugal achten die Leute ganz genau auf ihre Mitmenschen. Und was wäre sie für eine Mutter, wenn sie das arme Söhnchen jetzt schon allein lässt? So würde geredet werden. Oh, ich verstehe sie nur zu gut. Ich wurde schon als Jugendliche darauf trainiert, nicht darauf zu hören, was die Leute sagen. Wie anders wäre mein Leben sonst verlaufen! Meine Umwege haben mich auch Richtung Valada getrieben, was wieder auf der anderen Seite des Flusses liegt. Kleine Häuser stehen direkt hinter dem Deich. Als der große Regen kam, hatten die Menschen hier Angst, dass der Deich bricht, erzählt mein Gastgeber Nuno. Deshalb hat er auch immer noch das Paddelboot an seinem Haus stehen. Die ganze Gegend war abgeschnitten, allein die Eisenbahn fuhr. Transportiert die sonst nur Güter, wurde kurzerhand umdesponiert auf Personen, damit die Leute wenigstens zur Arbeit kommen. Der Deich hat gehalten und Nunos wunderschönes Pferd konnte ungehindert weitergrasen. Es ist ein Sportpferd und bringt ihm als Neuling bei, wie man mit einem Pferd umgeht. Das ist die beste Art zu reiten.

Wo andere hart arbeiten, dümpelt ich in der Gegend herum

Mein Zelt hat mich wieder, aber in den Nächten werde ich noch oft wach vor Kälte. Egal. Die Tage sind dafür umso schöner
Bei Nuno. Entdeckt ihr Harris?
Das Haus ist nie leer
Aufmerksam wird gewacht
Selbst im Garten
Im Gästebuch

Hier bin ich nicht rübergekommen. Vor Benavente

Benavente

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