Verfolgt von einer Ente

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Sollen mir doch alle mal den Buckel herunterrutschen. Wenn ich keine vernünftigen Antworten erhalte, dann muss ich mich eben auf mich selbst verlassen. Wenigstens habe ich Harris. Leider habe ich nicht den Hauch einer Ahnung, wie ich ihn benutzen kann, welche magischen Kräfte in ihm stecken. Früh oder später wird er mir das schon verraten, der Harris. Früh oder später wird er sich schon erkenntlich dafür zeigen, dass ich ihn überall mit hinschleppe. Schleife ich umsonst einen plumpen Ast durch die Gegend? Ist das da drüben der Detektiv? Danke, danke, herrlich. Den kann ich fragen, der ist klug. Ich folge dem Schatten im Trenchcoat. Alois fährt herum. Die Pistole in seiner Hand ist direkt auf mein Herz gerichtet. „Du kannst dich doch nicht anschleichen, das ist lebensgefährlich.“ Eh ich sie mir ansehen kann, verstaut er das Ding in seine linke Manteltasche. Das wird ja immer abenteuerlicher. „Damit schießt du doch wohl nicht auf die Ente?“, frage ich vorwurfsvoll. „Ach, die Ente, wenn es nur die wäre. Aber leise. Vielleicht hört sie uns.“ Ist klar. „Was ich dich fragen wollte…“ stottere ich herum, „du kennst dich doch mit komischen Dingen aus.“ Die linke Augenbraue des Detektives schießt in die Höhe. „Nein, nein, so meine ich das nicht. Schau mal.“ Ich hole Harris hinter meinen Rücken hervor. „Wo hast du den her?“ Die Augen von Alois werden riesig. „Das ist eine lange Geschichte. Die Burg, die Königin, das Muli…“ stammle ich und komme mir auf einmal albern vor. Alois greift nach Harris, ich ziehe meinen hölzernen Freund ein Stück zurück. Täusche ich mich, oder leuchten die Augen des Detektives gierig? „Pass auf, wenn du magst, weise ich dich in meine Arbeit ein. Ich glaube, du hast Talent dafür. Wenn du an einer Zusammenarbeit interessiert bist…“ Wieder der Blick zu Harris. Ist er der Preis? Man mag es für Zufall halten, oder für Entenhexerei, aber genau in dem Moment, in dem es brenzlig wird, landet eine Ente in dem Baum neben uns. Der Detektiv wird aschfahl und zieht seine Pistole. Höhnisch verzieht das Geflügel, eine weibliche Stockente, seinen Schnabel. Die Hände des Detektivs zittern, als er seine Waffe senkt. „Jagdverbot! Hier in der Stadt ist Jagdverbot und die da weiß das ganz genau.“ Ich habe  keine Angst vor einer Ente. „Pock, pock, pock“, mache ich. Die Ente wiegt ihr Köpfchen. „Verschwinde“, flüstere ich Alois zu, „ich lenke sie ab.“ Ich gackre und schlage mit den Armen, lasse Harris Pirouetten drehen. Als ich mich umdrehe, ist der Detektiv verschwunden. Ich finde, dafür dass ich ihn vor seiner Verfolgerin gerettet habe, ist er mir es mehr als schuldig, mich in seine Detektivgeschichte einzuweihen.

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