Allerlei Regen

Fantastische Straßenkunst in Caldas de Reis

Von Santiago de Compostela über Padron bis nach Caldas de Reis habe ich drei Tage gebraucht mit zwei Übernachtungen im Zelt. Die letzte Nacht war richtig kalt bei nur drei Grad. Das feuchte Zelt zusammenzulegen ist früh am Morgen nichts für meine kälteempfindlichen Hände. Durchgefroren bin ich in Caldas de Reis in der Herberge angekommen und habe erstenmal die Dusche gestürmt. Heute ist Ruhetag. Es regnet. Aber was soll ich sagen: Ich bin schon wieder kribbelig auf die Weiterreise. Draußen und in der Natur ist es einfach am Schönsten und es liegen überall so viele Esskastanien in den Wäldern, dass ich meine Nusstüte noch nicht abbrechen musste. Und es gibt Orangen- Zitronen- und Eukalyptusbäume. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben unter einem Eukalyptusbaum geschlafen. Die Wege sind deutlich einfacher zu laufen als die nach Lourdes. Selbst zu dieser Jahreszeit sind noch viele Pilgerer unterwegs und ich wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass ich in die falsche Richtung laufen. Nein- ich will keine Pilgerurkunde in Santiago de Compostela. Ich will in den Süden. Meine großen Wanderschuhe hängen bisher immer noch unbenutzt am Rucksack. Von mir aus kann das die ganze Reise über so bleiben, ich fliehe vor der Kälte. Die Zeit heute habe ich zum Malen genutzt. Mir fällt es noch schwer, das, was in mir vorgeht, mit Worten auszudrücken. Schaut es euch selbst an. Gerade die, die mich mit meinem Harris immer noch nicht ernst nehmen!

Stellt euch vor, eine riesige Flutwelle überschwemmt die Welt.
Eine vollkommen neue Welt entspringt, aber keiner nimmt das wahr
Ich muss beweisen, dass die Welt verrückt ist
Und werde zum Fremdenführer durch die neue Welt
Ländliche Idylle mit Orangen und Kakteen
Überall Pilgerer
Verborgene Schönheiten