Danke an die Schönebecker Straßenbauer für die Inspirationen
Das Zugticket ist gebucht. Die Zeit in Schönebeck ist eine wahre Geduldsprobe für mich, aber es lässt sich in jeder Lebenslage etwas Inspirierendes finden, selbst auf dem Asphalt. Und ich komme mehr und mehr in das Vertrauen, dass Harris mich dahin führen wird, wo ich gebraucht werde. Es ist unglaublich, was passiert, wenn ich auf meine Intention, meine inneren Bilder und meine Nasenspitze höre. So habe ich hier Seelenbilder für mir ganz unbekannte Menschen gemalt. Die Bilder waren einfach da. Ein Fliegenpilz für eine Pilzsammlerin, um ein Beispiel zu nennen. Das ist crazy. Und wenn ich diesen Gedanken jetzt weiterspinne und mich auch auf meiner Reise auf diese innere Stimme höre, was passiert dann? Wow!
Im absoluten VertrauenWer sagt, dass ich allein bin, wenn ich auf meinen Reisen bin? Schaut selbst, wen ich auf einem meiner Fotos aus den Wäldern Frankreichs entdeckt habe! Welch ein Gesell! Der achtet genauso wenig auf seinen Kleidungsstil wie ich.
Mir geht so vieles durch den Kopf, während ich hier in Schönebeck sitze und sehnsüchtig aus dem Fenster auf den großen Walnussbaum und in die Ferne blicke. Es ist eine komische Zeit, so unwirklich. Ich habe den Kontakt zu meiner Vergangenheit verloren und habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, wohin mein Weg mich in Zukunft führen wird. Ich bin heimatlos und zugleich zuversichtlicher denn je. Die Frage, wer ich bin und warum Harris ausgerechnet bei mir ist, rückt immer mehr in den Vordergrund. Ihr kennt das Gefühl bestimmt, wenn ihr in den Spiegel schaut, oder euch auf einem Foto betrachtet: Die Person scheint sich ständig zu wandeln und damit meine ich nicht den Lauf der Jahre, sondern euren Wesenswandel im Sekunden- und Minuten, – Stundentakt. Ich sehne mich danach, meinem wahren Selbst in die Augen zu schauen, der, die ich immer gewesen bin, von allem befreit, was im Laufe meines Lebens in meiner Person gesehen wurde. Ich spüre, dass Harris dabei eine große Rolle spielt. Die Welt schürt sich immer enger zusammen. Ich brauche hier nicht ausführlicher von der tagtäglichen Bedrohung schreiben, die aus den Medien zu uns herüberschwappt. Mein Sohn baut Bunker, seit er sechs Jahre alt ist. Und mitten durch dieses Chaos spaziere ich mit Harris und möchte so ganz nebenbei das Geheimnis des Lebens lüften. Dabei kenne ich es doch längst! Die Welt ist verrückt. Das ist die Lösung. Da, wo keine Grenzen sein sollten, werden welche gezogen, sei es in der realen Landschaft, unter uns Menschen, oder zu allem, was uns umgibt. Alles wird unseren Maßstäben angepasst. Die Wissenschaft, unsere Kultur, unsere Erziehung gibt uns vor, wie wir zu denken und zu fühlen haben. Wenn ich Harris durch die Gegend schwenke, spüre ich, dass ich diese Grenzen auflösen kann. Ich kann in meine verrückte Welt hinaustreten, mit seinen Energien, die längst auch in mir fließen, spielen. In ihm fließt die Energie der Liebe und der Verbundenheit zu allem, über unsere Welt hinaus bis in das Universum hinein. Zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wenn ich es zulassen, können alle Energien , alle Wesen, die in Harris fließen, mich begleiten. Schaut euch nur das lustige Schweinchen/ Drachentier auf seinem Zacken an! In irgendeiner fernen Welt war es schon einmal bei mir und jetzt ist es wieder da. Das ist verrückt, wahnsinnig und unfassbar für meinen begrenzten Verstand, aber eines Tages werde ich es begreifen. Das weiß ich. Ich werde geführt. Ich habe einen großen Lehrmeister, dem ich eines Tages persönlich gegenüberstehen werde. Meine Heldenreise geht weiter. Und fällt euch etwas auf? In den alten Heldengeschichten wird der Held mitten im Geschehen urplötzlich verwundet oder krank und von einem Weisen aufgelesen und gesund gepflegt. So ganz nebenbei bekommt er während der Heilung ein paar nützliche Dinge oder Fähigkeiten von seinem Wohltäter in das Gepäck gelegt. Ich lerne viel von meiner Freundin. Sie hilft mir, die Magie und alles, was in mir ist, besser zu verstehen.